Rauhnächte und G4

Rauhnächte werden die Zeit vom 24. Dezember. bis 6. Januar bezeichnet. Sie gehen immer von Nacht zu Nacht. Also von  Heilig Abend, der „Mutternacht“  – das ist die erste Rauhnacht. 
“Nacht“ deswegen, weil wir uns nach dem keltischen Jahreskreis in der Jahresnacht befinden. Somit ist der ganze Tag „Nacht“.

Diese Zeit gilt auch als der “13. Monat” des Jahres, in dieser Zeit ist es ähnlich wie bei Samhain, dass Energien unterwegs sind. Dabei sollten wir nicht ins G4 gehen. Denn sobald wir aus dem G4 fallen ist unsere Schwingung (Energielevel) sehr hoch. Somit würden wir zur Zielscheibe für Angriffe eben dieser Energien.

Dies ist zu vergleichen, wie wenn Du Dich mit einer leuchtenden Stirnlampe in einem Mückenschwarm befindest. Das Ergebnis wäre möglicherweise, dass du komplet verstochen wirst.

Es gilt daher:

  • keine Asanas machen
  • keine Techniken um uns ins G4 zu bringen
  • nicht einrichten, etc.

dies gilt bereits ab Sonnenuntergang am 21.12. –  Martinsnacht.

Und wenn es heftig wird bei Euch ist das Kaffee Salz Bad eine gute Alternative!

Anleitung von Tom für das ultimative Kaffee Salz Bad:

5 kg Salz ohne Jod. Meersalz wäre opportun. 500 g löslichen Kaffee mit Koffein.
Plus einen Badreiniger zum Schrubben der Wanne danach (nicht ins Badewasser kippen! ). 😜
Dann ins heisse Bad setzen, so heiss wie möglich. Dann baden und so lang drin bleiben wie möglich. Danach ohne Abduschen ins Leintuch und ins Bett.
Viel Spass!

Ich jedenfalls wünsche Euch allen wundervolle Rauhnächte!

Und wer es kaum abwarten kann, bis er wieder Asanas machen darf, der ist herzlich eingeladen am frühen Morgen des 6. Januar 2018 beim

Beenden der Rauhnächte auf dem Üetliberg, Zürich (<- hier anmelden)

teil zu haben.

Herzlich

Oliver

 

PS. Anna, eine Meisterin aus Karlsruhe hatte letztes Jahr folgenden Text von Heidi Einthofer www.jagreszeiten.at zu den Rauhnächten gepostet, der meiner Meinung nach ganz gut passt:

Die schöne und die schiarche Percht

Jetzt zieht sie wieder übers Land …..

Frau Percht, die mystische Gestalt zieht mir ihrem Gefolge herum und besucht uns während der Rauhnächte. Viele Geschichten werden über sie erzählt und ich muss manchmal eschmunzeln, wenn die alten Schauergeschichten einfach keine Ruhe finden.

Frau Percht, oder auch Frau Holle, wie sie in unserer Kultur genannt wird, ist der alte, weise und schwarze Aspekt der Göttin. Sie ist die Mutter Erde selbst in ihrer Verkörperung als alte Frau. Tatsächlich zieht sie in diesen Tagen über das Land und besucht uns Menschen (ihre Kinder). Sie blickt dabei nicht nur bei den Fenstern herein, sondern sie sieht uns direkt in unser Herz oder in unsere Seele. Dort drinnen erkennt sie unser wahres Sein. In ihrem Gefolge ziehen die Seelen der Verstorbenen, der ungeborenen Kinder, der Pflanzen und der Tiere mit. Sie alle sind Geistwesen, welche uns in dieser heiligen Zeit besuchen und auch unterstützen.

Viele Geschichten erzählen davon, wie wild und gefährlich der Besuch der Percht und ihrer wilden Jagd ist ist. Manch einer behauptet sogar, dass sie böse ist und den Menschen nichts Gutes will. Man räuchert sie und all ihre bösen Geister weg, um von ihrer wilden Jagd geschützt zu sein. Keine Wäsche durfte aufgehängt werden, weil sich darin böse Geister verfangen könnten und dann ein Familienmitglied im kommenden Jahr sterben müsse. Solche und ähnliche Geschichten gibt es seit vielen, vielen Jahren.

Tatsächlich hat die Percht zwei Aspekte. Sie kann sich als Schönpercht zeigen und ihr gutes und schönes Gesicht zeigen, sie kann sich aber auch als Schiarpercht zeigen und den Menschen damit Angst einjagen.

Ihre wahre Aufgabe besteht darin, dass sie aufgrund ihres Alters und ihrer Weisheit, das Recht hat, über das Land zu ziehen und uns Menschen in unser Herz zu blicken. Darin erkennt sie, ob wir guten Herzens unserem Lebensweg folgen und sowohl die Gesetze der Natur, als auch die Gesetze der Menschlichkeit und der Liebe tatsächlich leben. Erkennt sie das Gute in uns, zeigt sie ihr schönes Gesicht, beloht uns und segnet den weiteren Weg.

Erkennt sie dagegen, dass das Herz eines Menschen von Neid, Missgunst, Gier oder Hass befallen wurde, oder dieser nicht mehr im Einklang mit der Natur lebt, zeigt sie ihr böses Gesicht, damit dieser Mensch zum eigentlichen Weg zurück finden kann. Man könnte dies auch als Strafe bezeichnen, oder als Spiegel im Außen, wenn man schon modernere spirituelle Wege geht
So dürfen wir alle Geschichte rund um die Percht natürlich symbolisch deuten. Wenn ich sie zusammenfassen müsste, würde ich sagen:
Ihr braucht in diesen Tagen keine bösen Geister zu fürchten, euch nicht schützen und auch keine Angst haben vor irgendeiner strafenden Kraft haben. Ihr dürft aber sehr wohl selbst in euer Herz blicken und darin erkennen, ob ihr in Liebe und im Einklang mit der Natur und den Menschen rund um euch seid, oder ob immer wieder Hass, Neid, oder Gier euere Leben bestimmen. In Wahrheit sind es die eigenen Dämonen, denen wir in diesen Nächten häufig begegnen und denen wir uns stellen sollten. In der Ruhe und Stille dieser Zeit, wird es uns meist erst möglich, uns selbst zu begegnen und der Jahreswechsel fordert uns auch auf, das eigenen Leben zu überdenken und notfalls neu auszurichten.

Ich freue mich dennoch auf den Besuch der Frau Holle, oder der Percht. Ich habe ihr natürlich Milch und Kekse hinaus gestellt und habe keinerlei Angst vor irgendwelchen bösen Energien. Die meisten davon sind sowieso von Menschen gemacht
Ich freue mich auch auf den Besuch meiner Ahnen. Auch einem ungeborenen Kind werde ich in diesen tagen Raum geben, mich noch einmal zu besuchen und selbst meine Enkel rufe ich aus weiter Ferne. Die Seelen der Pflanzen sind auch mir besonders nahe, denn sie entfalten sich auf magische Weise in meinen Räucherungen und auch die Tierbegleiter unterstützen mich sehr positiv.

Natürlich gebe ich auch meinen inneren Dämonen Raum, blicke ihnen direkt in die Augen und erkenne meine eigenen Schattenseiten, so dass sie mir niemand im Außen zeigen muss.

So sind die Geschichten rund um die Percht. Ob ihr sie fürchtet, entscheidet ihr selbst. Wen oder was ihr als Böse bezeichnet ist ebenfalls eine Entscheidung und einmal mehr erkennen wir, dass genau das lebendig wird, woran wir glauben und wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten.

 


Für alle Wundernasen hierzu ein Auszug aus Wikipedia.
Doch bitte beachte: Dies bezieht sich alles auf G3! Vielmehr macht es deutlich, womit wir es zu tun hätten!

Zur Herkunft der Bräuche

Wortherkunft

Die Etymologie des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Einer vertretenen Ansicht zufolge geht es auf das mittelhochdeutsche Wort rûch ‚haarig‘ zurück,[3] das heute in dieser Bedeutung in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren noch in Verwendung ist. Es würde sich dabei auf mit Fell bekleidete Dämonen beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh.

Eine andere Herleitung des Wortes Rauhnacht geht vom traditionellen Beräuchern der Ställe mit Weihrauch durch den Priester oder den Hofbauern aus.[4] Diese Interpretation ist ebenfalls recht alt, schon Johannes Boemus (1520) und Sebastian Franck (1534) berichten über das Beräuchern: „Die zwolff naecht zwischen Weihenacht und Heyligen drey Künig tag ist kein hauß das nit all tag weiroch rauch in yr herberg mache / für alle teüfel gespenst vnd zauberey.“[5]

Je nachdem, ob man die erste oder die zweite Deutung bevorzugt, wird die jeweilige andere als sekundäre Umdeutung interpretiert. Die Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch.

Kalendarische Grundlagen

→ HauptartikelZwischen den Jahren

Seinen Ursprung[6] hat der Brauch vermutlich in der Zeitrechnung nach einem Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern, die keine ganzen Mondmonate in mehrjährigem Rhythmus als Schaltmonate einschieben, um mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bleiben), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als „tote Tage“ (das sind Tage „außerhalb der Zeit“, im Besonderen außerhalb der Mondmonatsrechnung) eingeschoben. Von solchen Tagen wird in Mythologien oft verbreitet angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten fielen. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Ritualen und Volksbrauchtum.

Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: sie stellen eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit der Frühlingstagundnachtgleiche nach.

Datum des Weihnachtsfestes

Im Frühchristentum war das Geburtsfest Christi relativ unbestimmt. 354 n. Chr. gibt es die erste schriftliche Überlieferung, dass in Rom ein heidnisches Fest am 25. Dezember gefeiert wurde.[7] Offenbar war dieser Brauch im römischen Reich eng mit dem Kaiserkultverbunden. Im 19. Jahrhundert entstand die Theorie eines vorchristlichen germanischen Sonnenwendfestes, von dem man behauptete, es sei von der Kirche mit christlichen Bräuchen überlagert worden.[8] Umstritten ist, ob die Germanen um die Wintersonnenwende – also ab dem 21. Dezember – ein Julfest feierten.[9][10] Historisch belegbare schriftliche Zeugnisse gibt es in Form von Kalenderstäben mit Runenzeichen.[11] Es ist unstrittig, dass das Wort Julfest vor der Christianisierung in Gebrauch war. Die Kirche hatte vergeblich versucht, das Wort durch andere Begriffe zu ersetzen (Norrøn: „Dróttins burðar tíð“, Altschwedisch: „gudz födzlo hötidh“). Die meisten Belege stammen aus christlicher Zeit, so dass es schwierig ist, ein Bild der verschiedenen Feste zu gewinnen. Das gilt auch für die „Nacht der Mütter“ bei den Angelsachsen.[12]

Mythologie und Brauchtum

Die Rauhnächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.

Griechenland und Südosteuropa

Die Kobolde der Unterwelt sägen am Weltenbaum in schwarz/weiß

Kalikanzari (böse Kobolde) sägen am Weltenbaum

Die Kalikanzari (griechisch: καλικάντζαρος, καλικάντζαροι [Pl.]) sind böse Kobolde. Sie sägen in der Unterwelt am Weltenbaum[13]. Damit dieser fällt und somit die Erde[14]. Sie kommen in der Zeit von der Wintersonnenwende für zwei Wochen an die Oberfläche. Wahrscheinlich wurde die Zeit an die Zeit von Christi Geburt vom 25.12. bis 06.01. angepasst. In dieser Zeit stagnieren die saisonalen Veränderungen des Sonnenstandes. Die Wintersonnenwende wurde ursprünglich als Phase verstanden (griechisch: Ηλιοστάσιο). Sie kommen an die Oberfläche und bringen den Menschen Ärger. Nach den zwei Wochen müssen die Kobolde wieder zurück. In ihrer Abwesenheit ist der Weltenbaum geheilt. Diese Sage ist in ganz Südosteuropa verbreitet[15].

Die Wilde Jagd und andere Geister

Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit stehe das Geister­reich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten, etwa im Baltikum[16], in Westdeutschland[17], speziell in der Eifel[18] und den benachbarten Ardennen[19], oder in Bulgarien.

Diese Vorstellung spiegelt sich in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. In Norddeutschland ist bis heute das Rummelpottlaufen verbreitet.

Wahrsagen und sprechende Tiere

Angeblich sind die Rauhnächte auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt. Der Zwiebelkalender dient der Wetterprognose. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.

Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte sie weder ansprechen noch ihr nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (BretagneWalesSchottland).

Ordnung und Umsicht

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benutzen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht. Die sogenannte Roggenmuhme, auch „Rockenmör“, straft die faulen Mägde, die in den Zwölfnächten ihre Spinnrocken nicht abgesponnen haben. [20]

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